Erfreuliches

Heute habe ich Post bekommen, auf die ich schon lange gewartet habe...vom Amtsgericht...

mein SCHEIDUNGTERMIN steht endlich fest: in 4 Wochen bin ich geschieden!!!! Mensch, ich freue mich so. yeah

Zwei Jahre ist die Trennung von meinem Mann jetzt her...zwei Jahre in denen viel passiert ist...zwei Jahre, in denen sich mein Leben komplett verändert hat. Natürlich tat die Trennung weh und die erste Zeit allein mit meinem Sohn war bestimmt nicht einfach...aber es ist gut, dass alles so gekommen ist. Ich bin wieder der Mensch ( geworden ) der ich war, bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, ich habe mein Leben alleine auf die Reihe gekriegt und als i-Tüpfelchen von allem, bin ich der großen Liebe meines Lebens begegnet.


Innerlich ist die Zeit, die ich mit meinem Mann verbracht habe, für mich schon lange abgehakt. Wir konnten gemeinsam, ohne Streit, alles regeln, was im Zuge der Trennung zu regeln war und wir können vernünftig miteinander umgehen ( was mir schon allein im Interesse unseres gemeinsamen Kindes wichtig gewesen wäre ) Für mich gibt es nichts schlimmeres, als dieses "Hauen und Stechen" nach einer Trennung, unter dem alle, am meisten aber die Kinder leiden.

Was mir die ganze Zeit noch fehlte, um endgültig mit diesem Lebensabschnitt abschließen zu können, war bzw. ist das amtliche...dieses kleine, in den Augen anderer, vielleicht unbedeutende Stück Papier. Mir bedeutet es sehr viel: erst damit kann ich diese 18 Jahre Ehe hinter mir lassen...erst damit kann ich mich wirklich frei für mein neues Leben fühlen.

Von meinem momentanen Gefühl her, würde ich sagen, dass ich mich mehr auf den Tag meiner Scheidung freue, als damals auf den Tag meiner Hochzeit.

Hört sich vielleicht verrückt an, ist aber tatsächlich so.


Ach ja... yeah



Edit 21.05. :

"....kann ich mir nicht vorstellen. sich auf eine hochzeit zu freuen, zumindest auf den tag, denke ich ist eine andere freude, als die jetzige, die ein kapitel eben abschließt. anfangs- und endzeitfreude. und dazwischen liegen jede menge erkenntnisse, erfahrungen, anspruchsänderungen, änderungen von wertigkeiten und vor allem entwicklungen. ich denke, das alles verändert auch das empfinden für DIE freude."



Das hat mir an anderer Stelle jemand zu diesem Thema geschrieben und ich muss sagen...ja, dieser Mensch hat recht. So genau habe ich bisher nicht zwischen Freude und Freude differenziert.

Die von damals war groß...die heute ist es auch, aber auf eine andere Art und Weise....

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