Zeugnisse
Gestern war bei uns Zeugnistag...ein Tag, der für mich mit vielen negativen Erinnerungen an meine eigene Schulzeit verbunden ist.
Für mich war jeder Zeugnistag ein Tag des Grauens. Ich war bestimmt nicht schlecht in der Schule, hatte ( bzw. habe ) aber eine sehr ehrgeizige Mutter, die in Bezug auf schulische Dinge sehr viel Druck ausgeübt hat. Es war schwer, ihren Ansprüchen zu genügen und je mehr Druck sie machte, desto schlechter wurden meine schulischen Leistungen. Ich bin mir sicher, dass darin auch meine Prüfungsangst, von der ich letztens schon mal geschrieben habe, begründet liegt.
Der Tag, an dem es Halbjahreszeugnisse gab, fiel immer mit meinem Geburtstag zusammen und hatte Auswirkungen auf die Geschenke und den Tag als solches...
Der Zeugnistag im Sommer hat mir regelmäßig die Ferien versaut, weil es wochenlang nur ein Thema gab oder ein geplanter Urlaub abgesagt und stattdessen für die gesamte Ferienzeit ein Nachhilfelehrer engagiert wurde.
Als mein Sohn in die Schule kam, habe ich mir geschworen, dass er diese Angst vor einem Zeugnistag nie erleben sollte.
Mal abgesehen davon, dass ich, im Gegensatz zu meinen Eltern früher, seine Zensuren immer vorher schon weiß, wird bei uns zwar gemeinsam das Zeugnis analysiert, aber danach wird es weggepackt und dann sind Ferien.
Jedes Zeugnis wird in irgendeiner Form "belohnt", sei es mit einer gemeinsamen Unternehmung oder einem kleinen Geschenk...ganz egal, wie das Zeugnis ausfällt.
Und ich bin sicher, dass mein Sohn keinen einzigen Zeugnistag in negativer Erinnerung hat.
Für mich war jeder Zeugnistag ein Tag des Grauens. Ich war bestimmt nicht schlecht in der Schule, hatte ( bzw. habe ) aber eine sehr ehrgeizige Mutter, die in Bezug auf schulische Dinge sehr viel Druck ausgeübt hat. Es war schwer, ihren Ansprüchen zu genügen und je mehr Druck sie machte, desto schlechter wurden meine schulischen Leistungen. Ich bin mir sicher, dass darin auch meine Prüfungsangst, von der ich letztens schon mal geschrieben habe, begründet liegt.
Der Tag, an dem es Halbjahreszeugnisse gab, fiel immer mit meinem Geburtstag zusammen und hatte Auswirkungen auf die Geschenke und den Tag als solches...
Der Zeugnistag im Sommer hat mir regelmäßig die Ferien versaut, weil es wochenlang nur ein Thema gab oder ein geplanter Urlaub abgesagt und stattdessen für die gesamte Ferienzeit ein Nachhilfelehrer engagiert wurde.
Als mein Sohn in die Schule kam, habe ich mir geschworen, dass er diese Angst vor einem Zeugnistag nie erleben sollte.
Mal abgesehen davon, dass ich, im Gegensatz zu meinen Eltern früher, seine Zensuren immer vorher schon weiß, wird bei uns zwar gemeinsam das Zeugnis analysiert, aber danach wird es weggepackt und dann sind Ferien.
Jedes Zeugnis wird in irgendeiner Form "belohnt", sei es mit einer gemeinsamen Unternehmung oder einem kleinen Geschenk...ganz egal, wie das Zeugnis ausfällt.
Und ich bin sicher, dass mein Sohn keinen einzigen Zeugnistag in negativer Erinnerung hat.
Redhead - 2006-06-24 16:59
Intelligent aber schrecklich faul
...das war ein Satz, der mich durch meine Schulzeit in all meinen Zeugnissen begleitet hat. Ich war eine eher mittelmässige Schülerin, die ihren Notendurchschnitt immer nur durch eine Anzahl konstanter Einser in bestimmten Fächern einigermassen "rund" hielt. Was ich mochte, machte ich gern, was ich gern machte, machte ich sehr gut. Nur mochte ich eben nicht viel. Und was ich nicht mochte, machte ich nicht...oder nur ein bisschen. Und schlecht. So sahen auch meine Noten aus.
Ich bekam immer was am Zeugnistag. Und wenn's ein Familien-Kaffeetrinken war, was es normalerweise nur am Geburtstag gab. Ich hatte wieder ein halbes Jahr geschafft, Respekt, ich weiss dass du's kannst, du kleiner Faulpelz. Wenn du dich anstrengen würdest, könntest du zu den Besten gehören. Das sagten meine Eltern. Und fertig.
Ich hatte diesbezülich nie mit elterlichem Erwartungsdruck zu kämpfen. Meine Eltern erwarteten keine Leistungen. Ich denke manchmal, ein bissel Leistungsdruck hätte nicht geschadet, aber andererseits profitiere ich heute noch von dem Gefühl, dass sie mir vermittelt haben: Dass ich immer genau das war, was sie haben wollten. Ich meine, ich kam auf die Welt, und sie waren stolz auf mich. Es ist dieses "Schau her, ich zeige dir mein niegelnagelneues wundervolles rundherum perfektes Kind", mit dem stolze Eltern ihr Neugeborenes präsentieren. Egal, was ich je tat, sie waren nie enttäuscht. Im Gegensatz zu vielen anderen, deren Leistungsdruck sich aus dem Wunsch entwickelte, dass sie wollten, dass ihre Eltern stolz und zufrieden sind, hatte ich lange Zeit das "Problem", dass ich das Gefühl hatte, ihrem Stolz auf mich nicht gerecht zu werden.
...öhm...ich glaub, mein Kommentar ist länger als dein Eintrag...
*schäm*
herzlich Schnatterine...ich meine
Red
Ich bekam immer was am Zeugnistag. Und wenn's ein Familien-Kaffeetrinken war, was es normalerweise nur am Geburtstag gab. Ich hatte wieder ein halbes Jahr geschafft, Respekt, ich weiss dass du's kannst, du kleiner Faulpelz. Wenn du dich anstrengen würdest, könntest du zu den Besten gehören. Das sagten meine Eltern. Und fertig.
Ich hatte diesbezülich nie mit elterlichem Erwartungsdruck zu kämpfen. Meine Eltern erwarteten keine Leistungen. Ich denke manchmal, ein bissel Leistungsdruck hätte nicht geschadet, aber andererseits profitiere ich heute noch von dem Gefühl, dass sie mir vermittelt haben: Dass ich immer genau das war, was sie haben wollten. Ich meine, ich kam auf die Welt, und sie waren stolz auf mich. Es ist dieses "Schau her, ich zeige dir mein niegelnagelneues wundervolles rundherum perfektes Kind", mit dem stolze Eltern ihr Neugeborenes präsentieren. Egal, was ich je tat, sie waren nie enttäuscht. Im Gegensatz zu vielen anderen, deren Leistungsdruck sich aus dem Wunsch entwickelte, dass sie wollten, dass ihre Eltern stolz und zufrieden sind, hatte ich lange Zeit das "Problem", dass ich das Gefühl hatte, ihrem Stolz auf mich nicht gerecht zu werden.
...öhm...ich glaub, mein Kommentar ist länger als dein Eintrag...
*schäm*
herzlich Schnatterine...ich meine
Red


Zeugnisse: Huch! Als ich am Gymnasium war, mussten wir jeweils die Zeugnisse von den Eltern unterschreiben lassen. Da hatte ich mal ein so schlechtes Zeugnis, dass ich es daheim nicht zeigen wollte. So übte ich kräftig die Unterschrift meines Vaters, die nicht ganz leicht nachzumachen war. Aber ich habs mit der Zeit geschafft und das Zeugnis selber unterschrieben (einzige gefälschte Unterschrift meines Lebens).
Gut, wie du es handhabst!
Herzlichen Gruss udjat
übrigens, ich hatte dir eine mail geschrieben, die hat sich inzwischen erledigt *g* ich weiß jetzt wie ich die schrift groß mache um die einstellungen vorzunehmen *fg*
liebe grüsse
sternchen
ach ja, meine mäuse brauchen auch keine angst vor schlechten noten haben ... hab mir auch vorgenommen das anders zu machen als meine mutter damals :-)
daran, eine unterschrift zu fälschen, habe ich nie gedacht...meine eltern haben sowieso jedes zeugnis zu sehen bekommen.
und was unseren urlaub angeht: unsere kinder würden wohl sehr gerne mit uns fahren, auch mein sohn, der mittlerweile 18 ist. wir vier verstehen uns sehr gut und hätten bestimmt eine menge spaß. na ja, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben...
ich wünsche dir einen schönen tag!
lieben gruß,
engel
ja, wir sind dieses jahr früh dran, mit den ferien. sohnemann ist schon mit der oma unterwegs an die ostsee.
liebe grüße!!! ;-)
die habe ich momentan ja wieder regelmäßig...die frühen stunden....aber man gewöhnt sich an alles ;-)
ich wünsche dir einen guten start in die neue woche und einen schönen tag.
lieben gruß,
engel