Donnerstag, 13. Juli 2006

Gedanken am Morgen

Mein Bruder wird in einigen Tagen 40...ein Anlass, den er groß feiern wird. Er hatte uns vor einigen Wochen auch eine Einladung geschickt, allerdings hatte und habe ich so gar nicht das Gefühl, dabei sein zu wollen und dafür habe ich meine Gründe.

Hingehen, nur weil man es von mir erwartet, ist nicht mein Ding...ich weiß, dass ich mich an diesem Abend dort nicht wohlfühlen würde und da ich niemandem ( und mir schon gar nicht ) die Stimmung verderben möchte, lasse ich es lieber von vornherein. Ich denke, ich habe im Laufe der letzten Jahre viel zu oft Dinge getan, die andere von mir erwartet haben und bin dadurch in Situationen geraten, die mir nicht gut getan haben. In mein neues Leben passt das nicht mehr, ich habe gelernt, nein zu sagen und fühle mich, im Gegensatz zu früher, nicht schlecht dabei.

Natürlich werde ich meinen Bruder an seinem Geburtstag anrufen, um ihm zu gratulieren und da Sohnemann nächste Woche zu ihm fährt, zum einen, um bei der Geburtstagsfeier dabei zu sein, zum anderen, um einen Teil seiner Ferien dort zu verbringen, denke ich auch darüber nach, ein kleines Geschenk mitzugeben.
Seit gestern zerbreche ich mir nun den Kopf über ein Geschenk...und wenn ich ehrlich sein soll, bin ich kurz davor, den Gedanken wieder zu verwerfen. Da mein Bruder und ich kaum Kontakt haben, weiß ich eigentlich gar nicht, wofür er sich interessiert und einfach etwas kaufen, nur um des Schenkens willen, widerstrebt mir irgendwie. Ich mag es generell nicht, für einen bestimmten Anlass nach einem Geschenk zu suchen... ich schenke lieber zwischendurch ohne besonderen Anlass, wenn ich zufällig etwas entdecke, wovon ich weiß, dass ich jemandem eine Freude machen kann.
Mein Lieblingsmann und ich haben diese Schenkerei zu Anlässen wie Geburtstag, Weihnachten, Kennenlern-Tag, Valentinstag und was es da sonst noch alles gibt, längst abgeschafft und freuen uns beide viel mehr über eine Kleinigkeit zwischendurch, ohne Anlass und ohne Verpflichtung.

Und was ein Geburtstaggeschenk für meinen Bruder angeht...ich denke, ab sofort darf Sohnemann sich Gedanken darüber machen. Er hat einen guten Draht zu seinem Onkel, so dass ihm sicher etwas einfallen wird.
iaago - 2006-07-13 13:24

Verwandtschaftsbeziehungen sind insofern schwierig, indem man nicht einfach die Beziehung beenden und einen Strich darunter ziehen kann, wie bei andern Beziehungen. Unterschwellig bleiben halt die Verwandtschaftsbande ein Leben lang, und man hat auch immer wieder irgendwie miteinander zu tun.
Aber wenn eine solche Beziehung nicht gut geht, ist es besser, man hält sich im Hintergrund.
...und auch eine Karte mit guten Wünschen ist etwas wert...
liebe Grüsse an Engelchen, iaago

Universo - 2006-07-13 17:58

Ich hatte vorher irgendwann mal in einem Beitrag über das Verhältnis zwischen meinem Bruder und mir geschrieben. Es gibt mindestens einen Anlass im Jahr,nämlich Weihnachten, wo es sich nicht vermeiden lässt, dass wir uns sehen und danach reicht es mir wieder für längere Zeit. Es funktioniert einfach nicht, und mittlerweile habe ich akzeptiert, dass es so ist, wie es ist.
Ich kann auch nicht wirklich glauben, dass er mich "freiwillig" eingeladen hat, sondern vermute eher, dass er es getan hat, weil er meint, dass es von ihm erwartet wird.

Liebe Grüße zurück :-)
Engel
Kumpelinchen - 2006-07-13 15:03

Ich kann dich verstehen und du hast mich auf den Gedanken gebracht, über meine Schwester einen kleinen Beitrag zu bringen.
Gruß Kumpelinchen

Universo - 2006-07-13 18:00

Hallo Kumpelinchen,

na dann werde ich gleich mal bei Dir vorbeischauen ;-)

Liebe Grüße

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